Wellnessdrinks ohne Saft und Kraft

vom 7. August 2008:

Verbraucherschützer testeten mehrere Erfrischungsgetränke auf den Fruchtsaftgehalt mit erschreckendem Ergebnis.

Wer sich auf eine fruchtige Erfrischung freut, weil Äpfel, Pfirsiche oder Limetten auf dem Flaschenetikett abgebildet sind, wird häufig enttäuscht, kritisiert die Verbraucherzentrale Hamburg. Denn viele Erfrischungsgetränke enthalten entgegen den Abbildungen keinen Fruchtsaft, wie eine Untersuchung der Verbraucherschützer ergab.

Von 20 untersuchten Erfrischungsgetränken wurde bei 13 mit Fruchtabbildungen und bei 7 mit Obstnamen geworben. Doch was sich fruchtig anhört oder so aussieht, stellte sich in den meisten Fällen als nicht echt heraus. Statt von richtigen Früchten stammt der Geschmack von Aromastoffen. Kein einziges der untersuchten Getränke komme ohne Aromen aus. Sogar die drei Bio-Produkte im Test verzichten nicht auf Aromatisierung. Bei 45 Prozent der getesteten Erfrischungsgetränke war überhaupt kein Fruchtsaft enthalten. Der Rest enthielt im besten Fall 5 Prozent, was maximal zwei Teelöffeln Fruchtsaft pro Glas entspricht.

„Die Verbraucher zahlen viel Geld für wenig Frucht und viel Chemie“, erklärt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Zutaten kosten nur wenige Cent, Trinkwasser etwa 0,5 Cent pro Liter. Die Preise sind jedoch, im Gegensatz zum Inhalt, richtig saftig: Sie liegen zwischen 0,39 und 1,98 Euro pro Liter.

Rat der Verbraucherzentrale: Wer sich Mineralwasser oder Trinkwasser selbst mit richtigem Obstsaft mischt, hat nur einen Bruchteil der Kosten und weiß definitiv, was drin ist.

Den kompletten Test der Verbraucherzentrale Hamburg als pdf gibt es hier…

 

Quelle: AOK.de

 

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