Stevia: Ersatzzucker hilft beim Einsparen von Kalorien

Die südamerikanische Pflanze Stevia ist bereits seit vielen Jahren Gesprächsthema Nummer 1 in der Lebensmittelindustrie. Denn während die Blätter der Stevia rebaudiana bzw. der daraus gewonnene Süßstoff in vielen Ländern wie Brasilien, Japan oder Paraguay bereits seit geraumer Zeit verwendet werden, gab es in Deutschland immer wieder Diskussionen und Kritik. Jedoch konnten keine nachteiligen gesundheitlichen Wirkungen festgestellt werden und noch dazu hilft der Ersatzzucker beim Einsparen von Kalorien. Für Diabetiker ist Stevia ohnehin eine DER Alternativen und auch alle, die unter hohem Blutdruck leiden, könnten vom natürlichen Süßstoff profitieren.

Seit Dezember 2011 ist Stevia als Lebensmittel-Zusatzstoff endlich auch in Deutschland zugelassen. Der Einkauf der Blätter oder des Süßstoffes selbst, in Form von reinem Pulver oder Tabletten, wird damit vereinfacht und ist nicht länger nur über das Internet möglich. In Supermärkten findet sich Stevia bislang aber dennoch nur in sehr geringer Zahl. Bessere Chancen haben Konsumenten in Reformhäusern oder Bioläden. Alternativ ist immer noch die Bestellung im Ausland möglich, wo Stevia bereits seit vielen Jahren zugelassen ist. Beispielsweise in der Schweiz.

Und obwohl Stevia ungefähr 300-mal süßer als Zucker ist, hat der Zusatzstoff deutlich weniger Kalorien. Das liegt vor allem an der Struktur der Steviolglykoside, den Inhaltsstoffen des Ersatzzuckers. 100 mg davon haben nicht mal eine halbe Kilokalorie, dafür aber eine enorme Süßkraft. Das ist gut für den Blutzuckerspiegel und auch für den Stoffwechsel. Studien haben dies bewiesen. Stevia ist damit nicht nur ein natürliches, sondern auch ein gesundes Süßungsmittel, das – eingesetzt in der richtigen Menge – durchaus Gutes mit sich bringt. Denn wollte man mit herkömmlichem Zucker einen vergleichbaren Süßegrad erreichen, bräuchte man eine deutlich größere Menge, hätte damit also viel mehr Kalorien.
Für die Industrie ist das derzeit allerdings noch ein Problem, denn bei der Verarbeitung fehlt das Volumen, welcher der Zucker bislang geliefert hat. Hinzu kommen gesetzliche Auflagen seitens der EU zur Verzehrmenge. 10 mg pro Kilo Körpergewicht sind der zugelassene Höchstwert, wobei Diabetiker hier besonders vorsichtig sein sollten. Auf Zucker wird die Lebensmittelindustrie deshalb nicht gänzlich verzichten können, Stevia ist als Ersatzzucker aber eine Alternative, die neue Möglichkeiten eröffnet und zugleich beim Einsparen von Kalorien hilft.

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