Apfel plus Vitaminpille

vom 1. August 2008:

Mikronährstoffe gezielt und individuell ergänzen

Ohne eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen kann die Lebensqualität schnell ins Wanken geraten – soweit sind sich Ernährungswissenschaftler einig.
Die Grundlage dafür ist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung, ausreichend Bewegung und ein harmonischer Lebensstil. Doch leider bleibt im Alltag dafür häufig wenig Zeit. Auch Mutter Natur liefert längst nicht mehr die erwartete Nährstoffdichte in unseren Lebensmitteln.
So kann es – trotz unseres Überflusses – häufiger als vermutet zu Versorgungsmängeln kommen. Manche Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Infektanfälligkeit oder Rückenschmerzen deuten auf eine Unterversorgung mit einzelnen Mikronährstoffen wie Zink und Magnesium hin.

Ein Apfel sieht zwar immer noch aus wie ein Apfel, aber ob er Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe in der Menge enthält, wie sie die Nährwerttabellen voraussetzen, ist immerhin fraglich. Der englische Wissenschaftler David Tomas aus Sussex verglich Mineralstoffgehalte von Obst und Gemüse mit Daten aus den frühen 40er Jahren. Die Gehalte gingen in diesem Zeitraum bei einigen Sorten um mehr als 50 Prozent zurück. Moderne Züchtungen und Anbauverfahren haben zwar größere, hübschere und resistentere Produkte hervorgebracht, doch oft haben dabei der Geschmack und der Nährstoffgehalt gelitten.

Mikronährstoffe erfüllen ihre vielfältigen Aufgaben im Körper durch ein kompliziertes Zusammenspiel. Schon der Mangel eines einzigen „Mitspielers“ kann sich negativ auf die Gesundheit und die Lebensqualität auswirken. Bei ärztlichen Untersuchungen werden meistens nur die Vitamine und Mineralstoffe im Blutserum gemessen.
Dies erfasst jedoch nicht die reale Versorgung mit Mikronährstoffen in der Zelle. Im Serum ist ein Abfall der Werte oft erst erkennbar, wenn bereits erhebliche Mängel vorliegen oder sogar Organ- und Gewebeschäden eingetreten sind. Bei zellulären Blutuntersuchungen, die von Saluto, einem der größten medizinischen Dienstleister für Gesundheit und Fitness in Deutschland, an mehr als 1500 Menschen aus allen Berufen durchgeführt wurden, zeigten sich bei mehr als der Hälfte der Untersuchten erhebliche Defizite in der Versorgung mit Magnesium, Selen und Zink.

Vollwertige Ernährung und viel Bewegung halten fit und gesund und sind in keinem Fall durch die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln zu ersetzen. Gerade in pflanzlichen Lebensmittel finden sich Hunderte von Biostoffen, die für die verschiedensten Funktionen des Körpers wichtig sind. Eine
ausgewogene Ernährung mit genügend Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist dementsprechend Voraussetzung dafür, dass die Mikronährstoffe aus Tabletten, Kapseln oder Ampullen überhaupt vom Körper aufgenommen werden können. Selbst dann kann ein Ausgleich nachgewiesener Nährstoffmängel durch Nahrungsergänzungen bis zu vier Monaten dauern. Wird auch nach erneuten Untersuchung keine Besserung der Werte festgestellt, kann dies unterschiedliche Gründe haben:

 

  • die Dosierung der Mikronährstoffe ist zu niedrig
  • das Ernährungsverhalten insgesamt stimmt nicht
  • die mangelnde Aktivität der Magen-Darmflora verhindert die Aufnahme
  • ein Magen-Darmpilz schränkt die Aufnahme von Mikronährstoffen ein.

 

Wer auf der „sicheren Seite“ sein will, sollte auf die Qualität und Auswahl seiner Nahrungsmittel besonders achten und bedarfsgerecht mit hochwertigen Mikronährstoffen ergänzen. Folgen Sie am besten dem Motto: „Apfel plus Vitaminpille“, aber beides mit Qualität.

 

Quelle: ReformhausInfo

Weitere News finden Sie unter: www.metabolic-typing.de/mt/news